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Südostasiatische Aktien: Vorsicht in Erwartung der US-Zölle

von Marcel ZimmermannVeröffentlicht am
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Im Portfolio übergewichtete Positionen in Südkorea und Südostasien. Das Engagement in China wurde erhöht. Weitere Abwärtsrisiken für den US-Dollar.

von Marcel Zimmermann, Fondsmanager des Lemanik Asian Opportunity Fund von Lemanik

Im Februar haben ausländische Investoren ihre Positionen in Indonesien, Thailand und den Philippinen verkauft. Wir führen diesen Trend auf die anhaltende Sorge der Investoren vor einer möglichen Ausweitung der US-Zölle auf weitere asiatische Länder zurück. Die Volatilität an den Aktienmärkten nahm im Februar zu, mit einem kräftigen Sell-off an den globalen Märkten zum Monatsende, als Präsident Trump eine Anhebung der Zölle auf China von 10% auf 20% ankündigte. Auch die angekündigten Zölle auf Mexiko und Kanada wurden bestätigt.

Der US-Dollar begann sich abzuschwächen, als die US-Wirtschaftsdaten erste Schwächen am Arbeitsmarkt und einen Aufwärtsdruck auf die Preise erkennen ließen. Zudem hat seine aggressive und expansive Außenpolitik gegenüber der Ukraine, Panama und Grönland das Vertrauen in die langjährige US-Politik gegenüber ihren Verbündeten spürbar untergraben. Der Strom an Wirtschaftsdaten in Asien hat sich zwar verlangsamt, das Gesamtbild blieb jedoch stabil. In Japan sank die Arbeitslosigkeit im Januar, und die Konsumausgaben legten zu, während die Inflation gut verankert zu sein scheint. Die Zentralbanken von Südkorea und Thailand senkten die Zinsen um 25 Basispunkte, um das Wachstum zu stützen. Der PMI-Index für Südkorea rutschte in den expansiven Bereich.

Im Februar haben wir unser Engagement in China weiter erhöht. Wir halten weiterhin eine übergewichtete Position in Südkorea und Südostasien. Diese Regionen bleiben aus fundamentaler Sicht und aufgrund der Bewertungen sehr attraktiv. Thailand, Indonesien und die Philippinen sind relativ geschlossene Volkswirtschaften und dürften von der weltweiten Anwendung der US-Zölle weniger betroffen sein. Wir erwarten, dass ausländische Direktinvestitionen ihre Produktionsstandorte in Asien weiter diversifizieren werden. Wir sehen weitere Abwärtsrisiken für den US-Dollar, falls der negative Trend der US-Wirtschaftsdaten anhält, die Tendenz zur Schwäche weiter zunimmt und das Vertrauen der langfristigen politischen Verbündeten durch die aggressive Handels- und Geopolitik der Vereinigten Staaten weiter untergraben wird. Wir prüfen, die Währungsabsicherungen weiter auszubauen.

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