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Machen Geld nicht glücklich? Work-Life-Balance als absolute Priorität für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz

von RedazioneVeröffentlicht am Aktualisiert am
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Für die Jüngeren ist eine unumkehrbare Kehrtwende im Gange: Wohlstand rutscht am Ende der Prioritätenliste der Arbeitnehmer nach unten. Das sind die Werte, die für die Italiener heute wirklich zählen.

In den vergangenen Jahren haben sich die Prioritäten der Arbeitnehmer grundlegend verändert: Der Fokus hat sich von der Vergütung hin zum Wohlbefinden und zum Gleichgewicht zwischen Privatleben und Arbeit verschoben. Bestätigt wird diese Kehrtwende von The Guardian, demzufolge 74% der jungen Menschen der Generation Z die Work-Life-Balance an erste Stelle setzen. Einen solchen Trend bestätigt auch der 8. Rapporto Eudaimon-Censis, in dem der Reichtum überraschend zu den letzten mit Wohlbefinden verbundenen Werten zählt: Er ist nur für 9% der Italiener eine Priorität, und damit auf Platz 8 in dieser speziellen Rangliste.

Die Welt entwickelt sich weiter, und mit ihr verändert sich auch die Gesellschaft ebenso wie die individuellen Prioritäten: War beruflicher Erfolg jahrelang an Geld und Prestige gemessen worden, so ändert sich heute etwas. Die Arbeit ist nicht mehr nur ein Mittel, um Reichtum anzuhäufen, sondern ein zentraler Bestandteil des persönlichen Gleichgewichts, der nach den eigenen Bedürfnissen gestaltet werden soll. Die Arbeitnehmer suchen nicht mehr nur nach wettbewerbsfähigen Gehältern, sondern nach einem Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben, ganzheitlichem Wohlbefinden und Zeit für sich selbst und die Menschen, die ihnen nahestehen. Eine Veränderung, die nicht nur einen neuen italienischen, sondern geradezu globalen Zeitgeist widerspiegelt: Das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zählt mehr als die bloße Vergütung.

Laut der Studie von The Guardian stellen 74% der Angehörigen der Generation Z ein gesundes Gleichgewicht zwischen Privat- und Berufsleben an erste Stelle, während nur 68% die Vergütung als Priorität ansehen. Ein klares Signal dafür, dass trotz der heutigen wirtschaftlichen Unsicherheit das persönliche Wohlbefinden das Gewicht des Gehalts bei beruflichen Entscheidungen nach und nach übertrifft. Während der Reichtum inzwischen nur noch den drittletzten Platz unter den von Arbeitnehmern als besonders attraktiv empfundenen Werten einnimmt, ist das körperliche und mentale Wohlbefinden der Faktor, der an der Spitze der Rangliste steht (63,3%), gefolgt von Gelassenheit (41,3%) und unmittelbar danach vom Gleichgewicht (36,2%). Die Suche nach einer erfüllenden Beschäftigung führt auch über Selbstwahrnehmung und psychologisches Wohlbefinden, wie die 30% der Befragten zeigen.

Laut Alberto Perfumo, CEO von Eudaimon, "handelt es sich nicht um eine vorübergehende Mode, sondern um ein klares Symptom eines viel tiefer gehenden kulturellen Wandels, bei dem das Wohlbefinden zu einem Leitkriterium bei der Wahl der Karriere wird. Für Unternehmen ist das keine Option mehr, sondern eine konkrete Verpflichtung. Ein gut konzipiertes betriebliches Welfare ist die wirksamste Antwort auf diese neuen Anforderungen. Vor diesem Hintergrund müssen die Unternehmen sich an die neuen Bedürfnisse der Arbeitnehmer anpassen und den Begriff des Welfare selbst neu denken: nicht mehr standardisierte Pakete, sondern maßgeschneiderte Wege, die den unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. Denn heute mehr denn je bemisst sich der wahre Wert der Arbeit nicht nur am Lohnzettel, sondern an der Lebensqualität, die sie zu gewährleisten vermag".

Hier sind die heutigen Prioritäten der Arbeitnehmer laut dem 8. Rapporto Eudaimon-Censis. An erster Stelle steht für 63% der Beschäftigten die Gesundheit: sowohl körperlich als auch geistig in gleichem Maße. Das psychophysische Wohlbefinden ist nämlich ein Grundwert für all jene, die einen gesunden Lebensstil anstreben. 42% der an der Untersuchung beteiligten Personen verbinden Wohlbefinden am Arbeitsplatz mit Gelassenheit, verstanden als ein kooperatives und stressfreies Umfeld, das eine bessere Konzentration und einen ruhigeren Umgang mit den täglichen Herausforderungen im Berufsleben und darüber hinaus ermöglichen würde. 34% der Befragten wiederum wählen das Gleichgewicht als Sinnbild für individuelles Wohlbefinden. Dieses wird als die Fähigkeit gesehen, die Aspekte des Privat- und Berufslebens auf harmonische Weise auszubalancieren, und gilt als entscheidend, um eine emotionale Überlastung zu vermeiden. Auch die Pflege des eigenen Körpers nimmt einen wichtigen Platz ein. So verbinden 30% der an der Untersuchung beteiligten Personen Wohlbefinden mit der Zeit, die man sich selbst widmet, also mit der Fähigkeit, sich innerhalb des Alltags Zeit zu nehmen, um sich um den eigenen Körper und den eigenen Geist zu kümmern.

Die Familie wird von 26,5% der an der Untersuchung beteiligten Personen mit Wohlbefinden verbunden und gilt als grundlegende Quelle emotionaler Unterstützung und Stabilität. Die familiäre Bindung wird als wesentlich angesehen, um ein Umfeld der Sicherheit und Zuneigung zu schaffen, das zum individuellen Wohlbefinden und zur allgemeinen Gelassenheit beiträgt. Die Sicherheit am Arbeitsplatz wiederum wird von 20% der Beschäftigten gewählt und als Schlüsselelement betrachtet. Dies zeigt, wie wichtig es für Unternehmen ist, ein stabiles und geschütztes Arbeitsumfeld zu gewährleisten, das zum psychophysischen Gleichgewicht und zur inneren Ruhe beiträgt. Für 11% der Befragten ist Wohlbefinden zudem mit Selbstwahrnehmung, also Mindfulness, verbunden. Diese Praxis fördert nicht nur mehr Sicherheit bei den eigenen täglichen Entscheidungen, sondern hilft auch, berufliche Herausforderungen besser zu bewältigen. Wer sich selbst bewusst wahrnimmt, kann Chancen schaffen, gesündere Beziehungen pflegen und jeden Moment mit einem klareren Blick auf das Leben erleben.

Schließlich die überraschende Zahl zum Reichtum, der nur von 9% der Befragten als Symbol des Wohlbefindens gewählt wurde. Dieses Ergebnis zeigt, dass der Reichtum zwar als wichtig für wirtschaftliche Stabilität anerkannt wird, aber nicht mehr als zentraler Wert für die Qualität des individuellen Lebens gilt und anderen Faktoren aus dem persönlichen und zwischenmenschlichen Bereich Platz macht. Für 8% der Befragten ist Wohlbefinden eng mit der Wahrnehmung der Zukunft verbunden. Eine klare und positive Sicht auf das Morgen vermittelt Sicherheit, motiviert dazu, den täglichen Herausforderungen zu begegnen, und ermöglicht die Ausrichtung auf Chancen, wodurch eine solide Grundlage für ein zufriedenstellendes und erfülltes Leben geschaffen wird. Danach rutscht auch der Spaß deutlich in der Prioritätenliste nach unten und wird nur von 4,5% der Befragten bevorzugt. Das zeigt, dass der Spaß, obwohl geschätzt, im Vergleich zu anderen, für das heutige Alltagsleben der Arbeitnehmer wichtigeren Aspekten nicht als grundlegender Wert für das Wohlbefinden wahrgenommen wird.

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