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Die Emotion beherrscht das Portfolio: 28% der Italiener investieren nicht aus Angst, Geld zu verlieren

von RedazioneVeröffentlicht am
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XTB-YouGov-Studie: 75% der Italiener haben im vergangenen Jahr nicht investiert; ausschlaggebend sind die Angst, Geld zu verlieren, geringe Finanzbildung und fehlendes Startkapital.

Laut der jüngsten Studie von XTB – einem internationalen Fintech-Unternehmen, das Online-Investment-Dienste anbietet – und YouGov[1], die Einstellungen und Hürden der Italiener gegenüber den Finanzmärkten untersucht. Die Umfrage zeichnet ein Bild, in dem Emotionen, Risikowahrnehmungen und wirtschaftliche Zwänge den Zugang zu Investitionsinstrumenten weiterhin bremsen – trotz der zunehmenden Digitalisierung der Finanzdienstleistungen.

Aus der Studie geht hervor, dass 75% der Italiener im vergangenen Jahr keinerlei Investition an den Finanzmärkten getätigt haben. Damit bestätigt sich eine „kulturelle Verzögerung“ in Bezug auf die Investition als Form der Vermögensverwaltung. Unter den Nichtinvestoren verweisen die wichtigsten Gründe auf sehr konkrete Hindernisse: 41% geben an, nicht über ausreichend Startkapital zu verfügen, um mit dem Investieren zu beginnen. Neben der wirtschaftlichen Dimension kommt ein psychologischer Aspekt hinzu: 28% der Befragten sagen, sie hätten Angst, ihr Geld zu verlieren.

Die Wahrnehmung, dass Investitionen „etwas für diejenigen sind, die bereits viel haben“, wird dadurch bestätigt, dass viele Italiener die Möglichkeit zu investieren an einen plötzlichen Zuwachs an verfügbaren Mitteln knüpfen: 24% meinen, sie würden erst im Fall eines größeren Gewinns, etwa in der Lotterie oder durch eine Erbschaft, damit beginnen, während 16% dies nur bei einer Gehaltserhöhung oder zusätzlichen Einnahmen täten. Praktisch betrachtet sehen die Italiener ihre derzeitige wirtschaftliche Lage als gerade ausreichend an und wollen nicht riskieren, sie zu gefährden.

Im Verhältnis zu Investitionen schlägt auch ein Vertrauensdefizit gegenüber den Akteuren des Systems zu Buche. Unter den genannten Gründen der Nichtinvestoren finden sich nämlich mangelndes Vertrauen in Broker und Finanzinstitutionen (15%), die Auffassung, investieren sei lediglich Glücksspiel (12%), sowie die Vorliebe für traditionellere Lösungen wie das Halten von Ersparnissen auf Sparkonten oder in Immobilien (20%) oder, in geringerem Maße, „unter der Matratze“ (5%). Die Untersuchung zeigt zudem einen erheblichen Anteil von Bürgern auf, die durch Informations- und Umfeldmaßnahmen potenziell zum Handeln bewegt werden könnten.

Unter den Nichtinvestoren geben 10% an, sie würden mit dem Investieren beginnen, wenn sie klarere und transparentere Informationen hätten, während 9% sich durch verlässliche Ratschläge einer Person ihres Vertrauens überzeugen ließen – ein Beleg für die Schlüsselrolle von Informationsklarheit und qualitativ hochwertiger Beratung. Besonders bemerkenswert ist jedoch die Existenz einer Gruppe von „Unbeirrbaren“: 26% der Nichtinvestoren erklären, dass sie durch nichts zum Investieren bewegt werden könnten. Diese Zahl zeugt von tiefem Misstrauen oder einer völligen Abkehr von den Finanzmärkten und macht eine langfristige Arbeit an Finanzbildung, Risikoverständnis und dem Bewusstsein für die verfügbaren Instrumente noch dringlicher.

Der Studie zufolge halten sich viele Italiener also nicht aus Desinteresse von Investitionen fern, sondern weil sie sich unvorbereitet, verletzlich oder schlicht unsicher fühlen angesichts von Entscheidungen, die sie als riskant wahrnehmen und die die Angst vor einem Verlust ihres Geldes auslösen. Hinzu kommt ein gewisses Misstrauen gegenüber Branchenexperten wie Brokern, die den Italienern bislang noch keine verlässliche Informationsquelle zu diesem Thema zu sein scheinen.

[1] Von YouGov im Auftrag von XTB durchgeführte Studie. Die Gesamtstichprobe dieser Umfrage umfasste 1036 Erwachsene. Die Interviews wurden vom 9. bis 10. Oktober 2025 online durchgeführt.

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